Newsletter Herbst 2019

Unsere lieben Brüder und Schwestern im Messias Yeschuah,

„Ich bitte aber nicht nur für sie, sondern auch für die Menschen, die durch ihr Wort an mich glauben werden. Ich bete, dass sie alle eins sind, und zwar so, wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen sie in uns eins sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast.“ (Das hohepriesterliche Gebet Jesu aus Johannes 17: 20, 21)


Im Juli-Rundbrief hatten wir zum Gebet für unsere beiden Yad b‘Yad (Hand in Hand) Einsätze aufgerufen – für YbY 1.0, unser Versöhnungstreffen zwischen deutschen und israelischen jungen Gläubigen und für YbY 2.0, unseren evangelistischen Einsatz mit jungen Erwachsenen aus Deutschland, Israel und Palästina. Diese Programme sind das Ergebnis unserer langjährigen Partnerschaft mit dem Philippus-Dienst in Deutschland. Aufgrund des Konfliktpotentials, das aus der unterschiedlichen Wahrnehmung der Geschichte in unseren jeweiligen Völkern entstehen kann, ist die Bedeutung geistlicher Kampfführung für diese Einsätze enorm (z.B. deutsch-jüdisch in Bezug auf den Holocaust und israelisch-palästinensisch wegen des andauernden politischen Konflikts). Daher hat Gebet einen absolut notwendigen Anteil am Erfolg dieser Programme. Unterschätzen Sie also bitte niemals Ihren Part.


Vielen Dank nochmal für Ihre Gebetsunterstützung.


Hier jeweils ein Beispiel von den beiden Einsätzen, um deutlich zu machen, was geschehen kann.


Während der 15-stündigen Busfahrt von Weinstadt (bei Stuttgart) nach Krakau in Polen war die Stimmung unter den Jugendlichen von Yad b‘Yad hervorragend, weil sie neue Freundschaften in einer wunderschönen Umgebung hatten schließen können. Das änderte sich jedoch schlagartig, als sie die Grenze zu Polen passierten. Es wurde emotional sehr herausfordernd, mehrere Teilnehmer wurden plötzlich krank und die Teamleiter hatten alle Hände voll zu tun. Diese Situation war irgendwie absehbar, wenn man den Charakter ihrer Reise zu den Todeslagern von Auschwitz-Birkenau bedenkt. Man bedenke: Vor achtzig Jahren erfolgte diese „Reise“ unter etwas anderen Umständen …


Während sie zusammen durch die Gedenkstätte gehen, werden unsere jungen Leute unausweichlich mit der Schande und dem Schmerz dieses „schrecklich dunklen Ortes“ in unserer gemeinsamen Geschichte konfrontiert. Hand in Hand nehmen sie diese Lasten mit sich, von der berüchtigten Rampe, wo die Selektionen stattfanden bis zu den Aschefeldern hinter Birkenau. Am Ende feiern sie außerhalb des Lagers gemeinsam das Abendmahl als Ausdruck ihrer gegenseitigen Vergebung und Einheit in Yeshua.
 

Für sie ist das wirklich eine starke Erfahrung und es macht einen demütig, wenn diese 16- bis 18-Jährigen davon erzählen, welche Auswirkungen das auf ihr Leben hat. Diese Erlebnisse machen sie zu wahren Jüngern Jesu.Einer der Teilnehmer, der 16-jährige Natanel aus Haifa, gab nach seiner Rückkehr nach Israel Zeugnis vor seiner Familie und vor der Gemeinde: „Ich bin mit ein paar großen Fragen über Gott auf diese Reise mitgefahren.

Ehrlich gesagt ging es mir mehr darum durch diese Europareise mal  eine Auszeit zu haben. Aber in Auschwitz bin ich inmitten von Schrecken und Ungerechtigkeit Yeshua begegnet und ich habe mich entschlossen, mein Leben zu ändern und ihm ganz nachzufolgen.“


Gleich einen Tag nachdem das Team von Jugendlichen wieder abgereist war, kamen die jungen Erwachsenen von Yad b‘Yad 2.0 in Bayern an und starteten eine intensive Woche von Training und Outreach, also evangelistischen Einsätzen auf der Straße.


Dieses Jahr setzten wir drei junge Leiter für die Durchführung des Programms ein: es waren Elias, ein palästinensischer Christ aus Nazareth, Ruben, ein deutscher Christ aus Schloß Craheim und David, ein messianischer Gläubiger von Beit Asaph in Netanya. Dadurch konnten Evan, Maala und Susanne (die älteren Visionäre hinter dem Programm) mehr im Hintergrund agieren und bei Bedarf seelsorgerliche Hilfe anbieten.


Für die missionarischen Einsätze überquerten wir die Grenze nach Salzburg in Österreich und verteilten uns am Ufer und an den Brücken der Salzach und gingen in die Parks und Fußgängerzonen. Nachdem wir unsere anfänglichen Ängste überwunden hatten, konnten wir als gemischtes Team von Israelis, Palästinensern und Deutschen zunehmend sehen, dass Wunder geschahen. Wir konnten für so viele Menschen beten, ihnen Zeugnis von unserem Glauben geben und sie einige Male sogar mit Essen und Kleidung versorgen! Leute aus den unterschiedlichsten Hintergründen erlebten eine Begegnung mit Yeshua – einige wurden gerettet, andere erfuhren dramatische Heilungen und wieder andere die Barmherzigkeit des Herrn durch praktische Hilfe.

Es war uns auch eine Ehre, wieder mit dem örtlichen Fußballclub zusammenzutreffen, gegen den wir letztes Jahr gespielt hatten. Sie treffen sich weiterhin und trainieren Asylsuchende (hauptsächlich Moslems). Dieses Mal hatten wir einen jungen professionellen Trainer aus Nazareth dabei, sozusagen als unsere Geheimwaffe. Das Spiel, das wir dann hatten, zeichnete sich durch einen starken kameradschaftlichen Teamgeist aus und wir blieben bis in den Abend hinein zusammen und aßen, tanzten, führten tiefen Gespräche und beteten mit Einzelnen.


Für die letzten drei Tage fuhren wir nach München, wo wir im CVJM, mitten in der Stadt in einem Viertel mit vielen Moslems, unterkommen durften. Auch dort geschahen wieder Wunder, wenn Leute aus dem Team mutig ihre Talente einsetzten, sei es musikalisch oder bei der Evangelisation in Einzelgesprächen, indem sie mutig Menschen ansprachen, die offen waren, etwas über den Glauben zu hören. Was für ein Vorrecht war es, Fahid dabei zuzusehen, wie er über die Existenz Gottes diskutierte, Mayar und Jenny, wie sie vor Jemandem knieten und für ein verletztes Bein beteten und Maala, wie sie einer jungen bosnischen Muslima ihr Lebenszeugnis erzählte.


Das allerwichtigste bei Yad b‘Yad sind die Veränderungen im Leben der Teilnehmer selbst und einige davon waren wirklich beachtlich. Jeder Einzelne von uns hat erlebt, dass die Bereitschaft für Mission anhält, sei es am Arbeitsplatz, in unserem Wohnumfeld oder in unserem Alltagsleben.

Wir sind schon gespannt, was der Herr als nächstes mit uns vorhat und befinden uns bereits wieder in der Planungsphase für die Yad b‘Yad Programme für nächstes Jahr. Danke für Ihre treue Liebe, Unterstützung und Gebete.
 

Verbunden im Dienst des Herrn,
Evan Thomas (Beit Asaph)

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