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Sonder-Newsletter vom 17.10.2023

Ach dass ich Wasser genug hätte in meinem Haupte und meine Augen Tränenquellen wären, dass ich Tag und Nacht beweinen könnte die Erschlagenen der Tochter meines Volks!" 

Jeremia 8,23

 

Dieser Seufzer, den der Prophet Jeremia ausstieß, fasst wohl am meisten den Schmerz und die Hoffnungslosigkeit in Israel und Gaza zusammen. Es herrscht Krieg und das bedeutet unendliches Leid auf beiden Seiten.

Im Folgenden berichten wir über die Lage der Christen und die Entwicklung seit dem 7. Oktober.

In ganz Israel setzen sich die Gläubigen vorbildlich ein, um die größte Not zu lindern. Die normalen Programme wurden fast alle eingestellt und die Gemeinderäume zu Zufluchtsstätten, Verteilzentren und Suppenküchen umfunktioniert. Exemplarisch für viele, zeigen wir hier, wie unsere Partner Lech Lecha, Netiva, One for Israel und andere all ihre Ressourcen bündeln zum Wohl der israelischen Gesellschaft. 

VIDEO: Messianic ministries combine forces to set up 'Crisis Command Center' for war relief effort | All Israel News

Wir als Philippus-Dienst haben bereits mehreren unserer Partnern Geld überwiesen, damit sie effektiv Hilfe leisten können. Dies werden wir in den nächsten Wochen fortsetzen in dem Maße, wie wir Spenden bekommen. 

In unserem ersten Sondernewsletter berichteten wir von den dramatischen Ereignissen in Sderot. Inzwischen flüchtete ein Teil der Gemeinde City of Life in einen Kibbuz nahe Jerusalem. Sehen Sie hier den Bericht von Pastor Michael Beener:

https://www.facebook.com/100054945430847/videos/664789782326064/

In der Zwischenzeit wurde ganz Sderot evakuiert, etliche Familien landeten in Eilat. Wir konnten unserer Partnergemeinde HaMayaan Eilat behilflich sein, so dass diese nun zahlreiche Geflüchtete mit dem Nötigsten versorgt haben und dies auch weiterhin tun.

Ebenso unterstützten wir 150 christliche Familien in Gaza durch unsere Partnerorganisation JEO (=Jerusalem Evangelistic Outreach), die im ständigen Kontakt zu den Gläubigen dort ist. 

Uns erreichen zahlreiche Anfragen zur Situation der Christen in Gaza, die wir im Einzelnen gar nicht mehr beantworten können. 

Deshalb versuchen wir hier in aller Kürze darüber zu berichten.

Es gibt etwa 800 Christen im Gazastreifen, die sich aufteilen in Orthodoxe, Römisch-Katholische und - als einzige evangelikale Gemeinde - die Baptistenkirche. 

Kirhce.jpg

Die orthodoxe und katholische Kirche sind nun während des Krieges ein Zufluchtsort für die Christen. Sie hoffen, dass die christlichen Stätten von den Bombardements verschont bleiben. 

Baptistengemeinde in Gaza Stadt

Am Sonntag, den 15. Oktober, konnte sogar ein Gottesdienst abgehalten werden.

Hier ein Hilferuf, der uns aus Gaza erreichte:

„Ich bitte euch alle zu beten, dass dieser Krieg aufhört. Viele Frauen und Kinder sterben, Häuser sind zerstört, ganze Wohngegenden existieren nicht mehr. Ich rufe jeden Gläubigen auf zu beten, dass das Blutvergießen ein Ende findet. Ich kann mit Worten nicht beschreiben, was hier passiert, es ist beängstigend und unvorstellbar, besonders was wir während der Nächte erleben. Wir brauchen unbedingt eure Gebete, dass dies bald aufhört.“

 

Nahezu identisch bekommen wir zahlreiche Berichte von den Gläubigen in Israel. Hier eine von vielen Nachrichten, die uns in diesen schweren Tagen erreichen: 

Als ich mich gestern mit A. [dem Pastor der Ortsgemeinde] traf, rief eine der Frauen aus unserer Gemeinde an, deren Kinder in der Israelischen Armee dienen. Sie war nahezu hysterisch. Sie hatte ein Video der Hamas in den sozialen Medien gesehen, in dem gezeigt wird, wie einige der Entführer in Gaza ihre Geiseln misshandeln. Sie weinte unkontrollierbar. Es war fast unmöglich, sie zu beruhigen. Der Horror war überwältigend. Kurz zuvor hatte ich mit S. für einen unserer jungen Männer gebetet, dessen Einheit sich für die Bodenoffensive in Gaza bereithält. Er hatte geschrieben, welche Auswirkungen das, was er dort gesehen hatte, auf seine Seele hatte. Er stand unter Schock, während er sich mit seiner Einheit auf den bevorstehenden Einsatz in Gaza vorbereitete – er konnte den Horror nicht aus seinem Kopf bekommen.   (…) 

 

Unsere natürliche Reaktion angesichts all des Schreckens ist, dass uns die Worte fehlen. Doch genau an dieser Stelle möchten wir euch um Gebet bitten; sowohl für uns als Philippus-Team persönlich, als auch für alle Gläubigen in Israel, Gaza und der Westbank: Dass dort, wo uns die Worte fehlen, wir ein Kanal für GOTTES Worte und Seinen Geist sind. Dass ER durch uns den Menschen in seiner Eigenschaft als der Tröster begegnet, als Friedefürst, als Ratgeber und als Ewiger - und trotz allem liebender - Vater. Dass wir Worte der Hoffnung und des Lebens empfangen und weitergeben können.

An dieser Stelle bedanken wir uns sehr für die überwältigende Spendenbereitschaft unserer Philippus-Dienst-Familie; Sie haben unseren Geschwistern in Not nicht nur Worte, sondern auch Werke der Liebe entgegengebracht.

Wir halten weiter unser Konto geöffnet unter dem Zweck: „Opferhilfe Israel“. 

 

Beten Sie beständig mit uns, dass dieser fürchterliche Krieg dazu führt, dass viele Menschen in der betroffenen Region Gott suchen und finden!

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