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Philippus News Ausgabe 1/2022

Nataliya und Tatyana erfahren Hilfe

Einwanderinnen erzählen

Nataliya immigrierte im August 2021 aus der Stadt Charkiw/Ukraine nach Israel. (Anm. d. Übers.: Charkiw ist nach Kiew mit rund 1,5 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt der Ukraine. Mit 42 Universitäten und Hochschulen ist sie das nach Kiew bedeutendste Wissenschafts- und Bildungszentrum des Landes.)

Hier ihre eigenen Worte:

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„Ich kam mit Nichts nach Israel. Das Leben in der Ukraine war sehr hart, deshalb konnte ich nicht viel von dort mitbringen. Am Tag meiner Ankunft bekam ich etwas Geld vom Einwanderungsministerium und das war zu dieser Zeit alles, was ich hatte.
Und dann kam die Zeit der jüdischen Feste hier in Israel und dadurch waren alle Zahlungen des Ministeriums verspätet. Einen ganzen Monat lang hatte ich gar kein Einkommen.
An meinem ersten Tag hier wandte ich mich an den Dienst von Source of Life und sie erlaubten mir, über einen Monat im Gemeindegebäude zu wohnen. Sie halfen mir sogar, eine Wohnung zu finden und bezahlten für den ersten Monat die Miete.
Diese Leute von Source of Life umgaben mich so sehr mit Wärme und Liebe, dass ich mich von Beginn an nicht einsam und verlassen gefühlt habe.
Heute wütet ein Krieg dort, wo ich herkomme und wo noch mein Sohn und zwei meiner Enkelkinder leben. Gemeinsam beten wir für deren Sicherheit, und nun hilft mir Source of Life dabei, meine Verwandten von der Ukraine
nach Polen zu bringen. Sie versorgen mich und meine Familie nicht nur leiblich, sondern auch mental. Ich bin wirklich dankbar für deren Liebe und Unterstützung.

Nataliya
Tatyana

Tanya immigrierte im August 2021 gemeinsam mit ihrem 14-jährigen Sohn aus Kiew nach Israel.


Hier ihr Zeugnis:

„Als eine Neueinwanderin brauchte ich viele Dinge; ich kam nach Israel ohne Bettwäsche, Geschirr usw. Ich kam lediglich mit den Kleidern, die ich am Leib trug.
Während der ersten Monate hatte ich gewaltige finanzielle Schwierigkeiten, sodass mein Sohn und ich ohne Kissen und Zudecken schlafen mussten. Ich hatte außerdem auch psychische Probleme, deshalb suchte ich Hilfe. Einige Frauen, die ich aus dem Ulpan (= eine Schule zum Hebräischlernen) kannte, gaben mir die Telefonnummer von Source of Life. Als der Winter begann und es kalt wurde, rief ich bei dieser Telefonnummer an und sofort beeilten sich die Menschen der Gemeinde, mir zu helfen.
Am 31. Dezember feierte ich mit meinem Sohn Silvester, aber es war eine sehr traurige Feier: Wir waren in einem fremden Land ganz allein.
Genau an diesem Tag brachten uns die Leute von Source of Life alles, was wir zum Leben brauchten: Kissen, Bettwäsche, Töpfe, warme Kleider und vieles mehr. Aber das war nur der Anfang! Vom ersten Moment an stellten sie sich als Jesusgläubige vor und sagten mir, dass sie wie eine große Familie sind, die zusammenhält.

 

Dieses Wort „Familie“ berührte mein Herz so sehr, weil ich von Kind an dieses Wort gar nicht kannte. In den letzten drei Monaten empfing ich so viel Liebe von diesen Menschen, die ich kaum kannte, eine Wärme, wie ich sie nie zuvor in meinem Leben erfahren habe.
Heute kann ich sagen, dass ich Gott wirklich dankbar bin für das Geschenk, das er mir gegeben hat: eine Familie und Gemeinschaft, die mich von der Einsamkeit erlöst hat.“

Wenn Sie diese Arbeit untertützen wollen, geben Sie bitte den Spendenzweck "Ukraine" an.

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