top of page

Das bringt Frieden - Yad b'Yad 2.0 (2026)

vor 4 Stunden
3 Min. Lesezeit

Gospel in Action: Das diesjährige Yad b'Yad 2.0 in Hamburg


Auch dieses Jahr durften wir bei Yad b’Yad 2.0 („Hand in Hand“) wieder erleben, was es heißt, wenn Juden, Araber und Deutsche gemeinsam unterwegs sind, um Jesus zu begegnen und ihn bekannt zu machen.

Dieses Jahr waren wir 15 Personen: vier Juden und fünf Araber aus Israel, unser ägyptischer Mitarbeiter und fünf Deutsche.

Eine besondere Woche. Unterschiedliche Persönlichkeiten, tiefe Lebensgeschichten – darunter auch die Geschichte einer Teilnehmerin, die muslimisch aufgewachsen war und auf ihrer Suche zu Jesus fand.


Gemeinsam leben – und Liebe lernen

Wir bewohnten gemeinsam eine Loft-Wohnung im Herzen Hamburgs. Gemeinsame Mahlzeiten, Musik, Entspannen in der Sofaecke – und ja, es gab auch die eine oder andere kulturbedingte Spannung zwischen Deutschen und Israelis :-). Das gehört dazu. Der Leib Christi ist ein super Lernfeld für die Liebe. Miteinander unterwegs zu sein bedeutet eben auch, einander näher kennenzulernen, unterschiedliche Gewohnheiten auszuhalten und das eigene Herz prüfen zu lassen. Was wir in der Bibel lasen, bekam im gemeinsamen Alltag ganz praktisch Raum.

Eintauchen in die Bibel

In unseren Bibelzeiten setzte sich zunächst jede und jeder persönlich mit derselben Bibelstelle auseinander. Anschließend vertieften wir das Gelesene in kleinen Gruppen und tauschten uns dann in der großen Runde aus. Ganz praktisch sorgte diese Art der Wiederholung dafür, dass die Bibelworte tiefer sanken und während der Woche immer wieder Raum gewannen.

Es geht um Nachfolge: unser Herz zu prüfen, welchen Gedanken wir Raum geben, im Blick auf uns selbst, in Blick auf unsere Geschwister. Uns halfen dabei Stellen wie Jakobus 1,14 –15, aber auch für unser Miteinander ganz lebensnah und echt in der Herzensprüfung: Epheser 2,14–22. Jesus ist unser Friede. In ihm sind wir miteinander verbunden, gehören zu Gottes Familie. In der Gruppe waren ein geistlicher Hunger und eine Entschiedenheit spürbar. Es wird mit jedem Jahr mehr.

An einigen Tagen öffnete die Christuskirche Altona uns ihre Türen. Dort konnten wir mit unseren Teilnehmenden eine „Thomasmesse“ feiern – einen Stationengottesdienst, bei dem jede und jeder ganz persönlich in der eigenen Gottesbeziehung einzelne Stationen aufsuchen konnte. Auch für das Gebet füreinander war Raum.

Überhaupt haben wir in dieser Woche viel füreinander gebetet: in unserem Apartment, in der Kirche, spontan auf der Straße.

Hamburg genießen

Gott hat uns herrlichstes Wetter in dieser Woche geschenkt. Gerade in den ersten Tagen nutzten wir die Zeit auch, um die Stadt zu erkunden: von der Elbphilharmonie auf den Hafen schauen, mit der Fähre über die Elbe schippern und am Abend in Planten un Blomen die Wasserspiele genießen. Zeit zum Entspannen, Reden, Lachen und Zusammensein. Auch das gehörte zu dieser besonderen Woche.

 

Gemeinsam zu den Menschen

Eine unserer Teilnehmerinnen ist Mitarbeiterin im Sozialwerk „Die Arche“ im Osten Hamburgs – ein sozialer Brennpunkt, viele Nationalitäten. Wir waren bei einem Kindernachmittag mit etwa 80 Kindern dabei und durften einen Mitmach-Tanz mit ihnen machen. Eine arabische und eine jüdische Teilnehmerin erzählten, wie Jesus Frieden in ihr Herz gebracht hat. Gemeinsam davon zu sprechen, war schon für sich ein besonderes Zeugnis.

Wie im letzten Jahr nutzten wir an den Morgenden die Zeit auch, um im Hören auf Gottes Geist Briefe an unbekannte Personen zu schreiben, die wir vielleicht später auf der Straße treffen würden.

Dann ging es in Dreiergruppen in die Straßen von Hamburg. Wir kamen mit Menschen ins Gespräch, erzählten ihnen von Jesus und davon, wie er unser Leben verändert hat. Wir durften für manche beten und sie herzlich umarmen.

Eine besondere Begegnung nach dem Einsatz


Eine besonders bewegende Begegnung hatten wir allerdings erst nach dem „Outreach“. Einige von uns wollten abends noch ein Bierchen trinken gehen. Die Kneipe um die Ecke machte schon zu, aber wir waren gerade noch rechtzeitig. Die Besitzerin kam mit uns ins Gespräch. Wenige Minuten später erzählte sie uns, dass ihr Sohn wenige Monate zuvor verstorben war. Wir herzten sie, beteten für sie, trösteten sie und sprachen ihr prophetische Worte der Ermutigung zu. Sie wollte uns gar nicht mehr gehen lassen, so herzlich war es. An den folgenden beiden Tagen waren wir wieder dort. Und sie meinte: „Das, was ihr hier macht, bringt Frieden. Davon müsste die ganze Welt erfahren.“

Reichlich geschenkt – und selbst beschenkt

Wie in jedem Jahr war die gemeinsame Feier von „Kabbalat Schabbat“, der Begrüßung des Schabbats am Freitagabend, ein besonderer Höhepunkt. Im Kleinen miteinander zu feiern, was Jesus für uns getan hat, schafft noch einmal eine tiefere Ebene der Gemeinschaft.

Das kam auch bei unserem Abschlussgottesdienst in der Christuskirche zum Ausdruck. Gelebte Gemeinschaft. Familie in Jesus.

In dieser Woche durften wir reichlich schenken und wurden selbst zu Beschenkten.

Ein herzliches Dankeschön an die Christuskirche Altona, die Arche und alle, die diese Woche durch Gebet und finanzielle Unterstützung mitgetragen und ermöglicht haben!

Ausblick: Wahrscheinlich findet das nächste YBY 2.0 in Leipzig statt.

Bei Interesse kann man sich gerne bei mir melden (ruben.sill(at)philippus-dienst.de) Ruben Sill - Philippus-Dienst -




 
 
 

Kommentare


bottom of page